Uniformierte Schützengarde Tiffen

Chronik

 

Das genaue Gründungsdatum der Schützengarde Tiffen ist leider nicht bekannt, da die gesamten Unterlagen im Jahre 1892 im Gemeindeamt Steindorf durch einen verheerenden Brand vernichtet wurden.

Nach mündlichen Überlieferungen reichen die Anfänge der Schützengarde Tiffen bis in die Zeit der Türkeneinfälle im 15. Jahrhundert zurück. Der Kirchenpatron der Schützengarde Tiffen ist der heilige Jakobus der Ältere, dem auch die Bergkirche Tiffen geweiht ist und am 25. Juli gefeiert wird. Die Schützengarde zollt an diesem Tage ihrem Kirchenpatron immer einer große Verehrung und trägt wesentlich zum Kirchtag bei.

Aus dem Chronikbuch geht hervor, dass die erste Jahreshauptversammlung nach dem Brand im Jahre 1913 durchgeführt wurde. Der damalige Hauptmann war Franz Greinig. Der aktive Stand an Mitgliedern betrug damals knapp 50 Mann. Die Uniform bestand vor dem 1. Weltkrieg aus schwarzen Tschakko, grünem Waffenrock (eine Art „Rosegger-Jankerl") weißer Hose und grünem Hut.

Im Jahr 1938 wurde die Tätigkeit auf Grund der hohen Obrigkeit eingestellt. Es ist den Schützen aber gelungen, die Gewehre zu verstecken. Im Jahre 1947 rückten die Schützen erstmals wieder beim Kirchtag in Tiffen aus.

Im Jahre 1957 konnte unter dem neuen Obmann Johann Rachoy und dem neuen Hauptmann Josef Rindler, sowie durch die große Mithilfe der Bevölkerung die heutig Uniform (schwarzer Tschakko, roter Waffenrock und weiße Hose) angeschafft werden.

Im Jahre 1963 wurde die neue Fahne geweiht, mit Fahnenmutter Frau Elisabeth Bergmann und den Patinnen Frau Maria Huber vlg.Pistotnig sowie Frau Elfriede Kofler vlg. Paule.

Nach dem tragischen Ableben unseres Obmannes im Jahre 1988, übernahm sein Sohn, Wolfgang Rachoy, die Tiffner Schützen und führte diese gemeinsam mit Hauptmann Engelbert Steinacher beinahe zwei Jahrzehnte. 2002 folgte Helmuth Trampitsch dem langjährigen Hauptmann nach.

Im Jahr 2004 fand in Tiffen das jährliche Kärntner Landesschützentreffen statt, mit viele Schützengarden und Musikkappellen vom ganzen Land.

Bei der Jahreshauptversammlung 2006 wurde der Vorstand neu gewählt und seit damals führen Marco Liendl als Obmann sowie Manfred Rindler als Hauptmann nun die Geschicke der Uniformierten Schützengarde Tiffen.

Nach 45 Jahren konnte 2008 mit hohem Aufwand die Fahne restauriert und in der Tiffner Kirche neu geweiht werden. Dabei wurden auch unsere neuen Fahnenpatinnen, Frau Marianne Themessl und Frau Eva Fister in den Dienst gestellt und verstärken somit unsere langjährige Patin, Frau Hannelore Kofler, welche die Funktion ihrer Mutter übernahm, in unserer Garde.

Das letzte Landestreffen der Kärntner Bürger- u. Schützengarden fand im Jahre 2011 auf der „Gschlosser Reitschule" unterhalb unserer ehrwürdigen Wehrkirche mit allen Kärntner Garden und auch Abordnungen aus der Steiermark, sowie einer Garde aus dem deutschen Neustift a.d.Waldnaab in der Oberpfalz , statt. 2013, nach dem Ableben von Elisabeth Bergman, folgte nun auf Wunsch der Gardekameraden, Marianne Themessl in der Funktion ihrer Mutter nach und wurde mit kirchlichen Segen zur Fahnenmutter in der Garde ernannt.

Als kultureller Beitrag konnte auch die Restaurierung des Kriegerdenkmales an der Südseite der Jakobuskirche in Tiffen, mit der Neugestaltung der Marmor-Namenstafeln, sowie dem geschmiedetem Kreuz und den Laternen auf dem Steinsockel, von den Schützen durchgeführt werden. Die Schützengarde Tiffen zählt derzeit gesamt 48 Mitglieder, davon 44 aktive wovon 5 Frauen (Fahnenmutter, Fahnenpatinnen und Marketenderinnen) sind. Das Alter der Mitglieder reicht von 18 - bis 85 Jahren. In der heutigen Zeit nimmt die Schützengarde Tiffen an kulturellen und brauchtümlichen Veranstaltungen teil, wie dem Jakobi - Schützenkirchtag, dem Kärntner Landesschützentreffen und diversen Feiern der Dorfgemeinschaft Tiffen